Vorstand und neue Satzung bestätigt
04.07.2008: Die Junge Presse Berlin hat bereits im Mai einen neuen Vorstand gewählt und eine moderne Satzung beschlossen. Diese ist nun in Kraft getreten.
Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Jungen Presse Berlin e.V. am 4. Mai in Berlin-Kreuzberg haben die Mitglieder eine neue Satzung verabschiedet. Die nötige Mehrheit von über 90 Stimmen kam dabei knapp zusammen. Im Zuge dessen wurde eine neue Fördermitgliedschaft eingeführt und die Altersgrenze für Neumitglieder auf 26 Jahre gesenkt. Der Aktivenkreis wurde zum dritten Vereinsorgan aufgewertet (neben Mitgliederversammlung und Vorstand), der Vorstand verteilt die Aufgaben künftig intern. Dies war bisher Aufgabe der Mitgliederversammlung. "Wir haben in den letzten Jahren gute Erfahrungen mit flachen Hierarchien im Vorstand gemacht", kommentiert Leo Lölhöffel, Finanzer.
Keine Mehrheit für Minderheiten
Des Weiteren hat die Mitgliederversammlung beschlossen, Satzungsänderungen zu vereinfachen: Musste bisher mindestens ein Drittel aller Mitglieder zustimmen, genügt es nun, wenn sich drei Viertel der auf der Mitgliederversammlung Anwesenden dafür ausspricht. Lölhöffel: "Ein dynamischer Jugendverband soll auch die Möglichkeit haben, seine Satzung zu reformieren."
Bisher war es möglich, die eigene Stimme auf ein anderes Mitglied zu übertragen. Dies ist nun abgeschafft: "Wer auf einer Mitgliederversammlung mitbestimmen will, muss selbst anwesend sein, um das nötige Hintergrundwissen für Abstimmungen zu bekommen", so Michael Metzger, Vorstand der JPB. Es sei undemokratisch, wenn per Stimmübertragungen eine reale Minderheit gegen eine reale Mehrheit gewänne. Gerade hier gab es Kritik am Vorstand: Einige Mitglieder hatten kritisiert, dass der Vorstand die Satzungsänderung mit Hilfe zahlreicher übertragener Stimmen durchgesetzt habe. Die nun beschlossene Fassung ersetzt die bisherige Satzung aus den 60er Jahren, die zuletzt 1993 wirksam geändert worden war. Die Neufassung ist am 24. Mai 08 in Kraft getreten.
Vorstand bestätigt
Die außerordentliche Mitgliederversammlung wählte außerdem den Vorstand neu: Anja Breljak und Anne Piezunka als Vorstandssprecherinnen und Leo Lölhöffel als Finanzreferent. Sie werden durch Michael Metzger und Luise Dusatko unterstützt. Damit bestätigten die Mitglieder fast einstimmig die Wahl aus dem November letzten Jahres. Diese war von der Registerbehörde formal nicht anerkannt worden.
Anja Breljak kümmert sich um Kommunikation und Finanzakquise, Anne Piezunka um Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederbetreuung. Lölhöffel hat neben den Finanzen das Referat "Anti-Zensur" übernommen. Die drei vertreten die Junge Presse Berlin künftig nach außen hin. Luise Dusatko betreut den Aktivenkreis, Michael Metzger engagiert sich in den Bereichen Wissensmanagement und politikorange.
An den Erfolg auf der Mitgliederversammlung wolle man nun anknüpfen. Metzger: "Es gibt viel zu tun. Wir wollen neue Aktive gewinnen, zahlreiche Veranstaltungen anbieten und die Reformen weiter vorantreiben."
